Ein Haus für alle, die verstehen wollen: Die Jüdische Akademie ist eröffnet
Am 2. November 2026 hat der Zentralrat der Juden in Deutschland die Jüdische Akademie an der Senckenberganlage feierlich eröffnet. Für uns ist dieser Tag ein besonderer Moment. Wir sind sehr stolz, dieses Haus geplant und gebaut haben zu dürfen. Als erste überregionale jüdische Bildungseinrichtung seit der Schoa knüpft die Akademie an das Freie Jüdische Lehrhaus von Franz Rosenzweig an.
Zum Festakt kamen rund 200 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Kirchen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach als Ehrengast und Hauptredner und würdigte die Akademie als „Haus des Dialogs“. Auch Ministerpräsident Boris Rhein, Oberbürgermeister Mike Josef und die frühere Bundesinnenministerin Nancy Faeser waren dabei. Zentralratspräsident Josef Schuster nannte das Haus einen „Meilenstein“ für jüdisches Leben in Deutschland.
Der Neubau der Akademie verbindet sich über ein verglastes Foyer mit einer um 1910 errichteten Villa, deren Fassade denkmalpflegerisch saniert wurde. Mit dem Akademiesaal, dem koscheren Café und der Dachterrasse mit Blick auf die Skyline ist ein Ort entstanden, an dem, wie Steinmeier sagte, gelernt, gestritten, nachgedacht und zugehört wird. Nun beginnt das Leben im Haus, und wir freuen uns darauf.
Mehr zum Projekt: Jüdische Akademie Frankfurt.
